Interview mit John Conroy

Name: John Conroy
Spitzname: Johnny
Position: Vorstopper (klassischer Killer)
Geburtsdatum: 13.09.1962
Bei BCO Alemannia seit: 1980

Was war Dein grösster Erfolg in Deiner Aktivzeit bei BCO Alemannia?
Sportlich gesehen der sofortige Wiederaufstieg in die 3.Liga mit der 1. Mannschaft (ca. 1985) und das Erreichen des Halbfinals im Schweizer Cup mit den Senioren (ca. 1995). Ansonsten ganz klar die Mitbegründung des Club 500 zusammen mit Roland Bürgin und Marco Bachmann. Der Club 500, so wage ich zu behaupten, sicherte das Überleben unseres Vereins. Auch nach der Fusion Alemannia/BCO wäre in den ersten Jahren ein Fortbestehen (spez. finanziell) schwer zu bewerkstelligen gewesen. Dies aufgrund der neuen Regelung des SFV, dass für neue Spieler den ausbildenden Vereinen eine sogenannte Juniorenausbildungsentschädigung zu entrichten war, welche pro Spieler im Schnitt Fr. 2000.- betrug. Kurz nach der Fusion ist eine grosse Anzahl junger Spieler von Muttenz, welche wir auch dringend benötigten, zu unserem Verein gestossen. Diese konnten nur durch das Bestehen des Club 500 und das Verhandlungsgeschick (Ratenzahlungen) von Marco Bachmann übernommen werden. Heute ist die Situation zum Glück anders und die Integration unserer eigenen Junioren in die Aktivmannschaften klappt ausgezeichnet. Heutzutage ist meines Erachtens ein Verein ohne Junioren auf Dauer ohnehin nicht mehr überlebensfähig.

Welches ist Dein Lieblingsverein und weshalb?
Manchester United, weil sie Bayern 1999 2:1 im Champions-League-Finale geschlagen haben (Gruss an Ewele). Zudem ist Ferguson’s Elf nach wie vor „british“ ausgerichtet und hat sich nicht nur durch teure Ausländerzukäufe verstärkt wie z.B. Chelsea und Manchester City. Zudem verfolge ich natürlich auch noch die grün-weissen Celtic Glasgow, den wohl irischten Fussballverein (wurde 1888 von einem katholischen Pfarrer gegründet). Leider hat Celtic die besten Jahre wohl bereits hinter sich, da die schottische Liga nicht mit den besten Ligen mithalten kann.

Welche Bedeutung hat BCO Alemannia für Dich?
Aus meinem Leben nicht wegzudenken ! Ich bin quasi auf dem Hörnli aufgewachsen, da mich mein Vater schon von kindsbeinen an mit auf das Hörnli mitgenommen hat. Man kann fast sagen, dass wir die Wochenenden auf dem Hörnli verbrachten. In den 60er und anfangs 70er Jahren waren die Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung sehr dürftig und auch die finanziellen Ressourcen liessen keine anderen Weekend-Ausflüge zu. So kennen mich noch viele ältere Mitglieder als kleiner Knirps (Büggse, Ewele, Albi, Oski, Willi, etc. etc.). Schön daran ist, dass die vielen älteren Mitglieder nach wie vor regelmässig den Weg auf’s Hörnli finden! Das zeigt doch, wie wohl man sich auf dem Hörnli fühlt und wie verbunden man mit dem Verein geblieben ist.

Was war dein schönstes Erlebnis im Zusammenhang mit BCO Alemannia?
Als Roland Bürgin Präsident des FC Alemannia war, waren die damaligen Weihnachtsfeste das Highlight der Saison. Keiner kann Anlässe origineller und professioneller organisieren als „Büggse“. An einem Weihnachtsfest hatte er die Idee, einen alten Freund meines Vaters, Seamus Quinn, als Überraschung aus Irland in die Schweiz einfliegen zu lassen. Mein Vater hatte einen Showblock und sang im weissen Frack „White Christmas“. Auf der Bühne hinter ihm standen 3 Nikoläuse. Büggse überreichte meinem Vater nach dem Showblock als Geschenk die 3 Nikoläuse. Unter den Bärten befanden sich sein alter Freund, dessen Sohn und Schwiegertochter aus Irland, welche wohlbemerkt vorher noch nie in der Schweiz waren. Die Überraschung war perfekt und hat wohl nicht nur mich und meine Familie gerührt.

Gibt es einen für dich noch unerfüllten Traum?
Ich träume davon, dass mein Enkel auf dem Hörnli im Jahr 2030 in der 91. Minute das 1:0 im Aufstiegsspiel für den BCO Alemannia schiesst und wir damit in die 2.Liga aufsteigen !

Interview geführt durch Mayli


Zurück